Rund um den Hohenstaufen, den eindrucksvollen Bergkegel bei Göppingen, erstreckt sich lieblich und ländlich das historische Herzland der Staufer. Hier, zwischen den Flüsschen Fils und Rems, begann im 11. Jahrhundert der Aufstieg der mittelalterlichen Adelsfamilie, von der regionalen Herrschaft hin zu dem europäischen Kaisergeschlecht, das eine ganze Epoche prägte. Eindrucksvoll ist die Landschaft: Den Hohenstaufen nennt man, zusammen mit zwei nahen mächtigen Bergkuppen, Hohenrechberg und Stufen, die drei „Kaiserberge“. In der Region finden sich heute noch viele Zeugnisse aus staufischer Zeit: Schwäbisch Gmünd und Göppingen als Stauferstädte mit reicher Tradition und vielen sehenswerten Schätzen, dazu in der Umgebung Kirchen und Klöster, Burgen und Ruinen. Schon im 13. Jahrhundert ging die Stauferdynastie unter; danach übernahmen die Grafen von Württemberg die repräsentativen Bauten.
In Sichtweite der drei Kaiserberge liegt die Burg Wäscherschloss aus dem frühen 13. Jahrhundert. Ihren Namen hat sie nach einem Mitglied der Burgmannschaft des Hohenstaufens, dem Ritter Konrad, genannt „der Wascher“. Legendär ist die Geschichte von der Geliebten des Stauferkaisers Barbarossa, die, eine Wäscherin, die Burg vom Kaiser geschenkt bekommen habe. Die Geschichte ist nicht ganz historisch, aber sie prägt das Wappen von Wäschenbeuren: bis heute ein Waschbrett!
Einen Bergzug weiter trifft man auf Kloster Lorch. Im Jahre 1102 wurde es auf der Anhöhe über dem Tal der Rems gegründet. Die Stifter waren Friedrich I. von Schwaben mit seiner Frau Agnes und den Söhnen Friedrich und Konrad. Es sollte die Grablege der Stauferfamilie werden. Die Mönche des Klosters waren zum Gebet für das Seelenheil der Familie verpflichtet. Die Klosteranlage lohnt mit ihrem lebendigen Programm den Besuch.