Der amerikanische Schriftsteller (1835-1910) veröffentlichte 1880 die Erlebnisse seiner Reisen durch Deutschland, die Schweiz und Italien. In „Bummel durch Europa“ beschreibt Twain auch seinen Besuch Dilsbergs:
“[…] Dilsberg ist ein wunderlicher Ort. Er ist auch höchst wunderlich und malerisch gelegen. Man stelle sich vor, der schöne Fluss liege vor einem; dann ein paar Dutzend Yard leuchtendgrünen Rasens auf dem gegenüberliegenden Ufer; dann ein schroffer Berg [...] – ein Berg, der dicht mit grünem Gebüsch bedeckt ist, ein hübscher, wohlgestalteter Berg, der jäh aus der Eintönigkeit der umgebenden grünen Ebenen emporragt, aus großer Entfernung von den Windungen des Flusses her sichtbar ist und oben auf dem Scheitel gerade genug Platz für sein mit Türmen, Spitzen und dichtgedrängten Dächern geschmücktes Käppchen aus Gebäuden, die dicht zusammengedrängt und zusammengepresst innerhalb des vollkommenen runden Reifens der alten Stadtmauer liegen.“
Twain berichtet von der Legende eines unterirdischen Gangs, der zu einer weit entfernten geheimnisvollen Stelle im Tal führen soll:
„Die Kinder sagten, es gäbe da unten tatsächlich einen unterirdischen Ausgang, und sie wollten es beweisen. Sie setzten also ein großes Strohbündel in Brand und warfen es in den Brunnen hinein, während wir uns über die Einfassung beugten und beobachteten, wie eine glühende Masse hinabsank. Sie fiel auf den Grund und brannte allmählich aus. Die Kinder klatschten in die Hände und sagten: Sehen Sie wohl! Nichts raucht so sehr wie brennendes Stroh – also wohin ist der Rauch gezogen, wenn kein unterirdischer Ausgang da wäre?“