Die Rose von Dilsberg - Sage und romantisches Bühnenstück

Szene aus "Die Rose von Dilsberg"

Hinter der „Rose von Dilsberg“ verbirgt sich die tragische Geschichte Rosamundes, genannt Rose, die Tochter des Grafen von Lauffen. Es sollte Rose zum Verhängnis werden, dass zwei Männer um ihre Hand anhielten, Ulrich von Steinach aus Neckarsteinach und Wolf von Hirschhorn. Die edle Dame verliebte sich in den Ritter Wolf, worauf der abgewiesene Ulrich Rache schwor. Hinterrücks erschlug er Wolf, der gerade auf dem Weg nach Dilsberg zu seiner Vermählung mit Rose war. Als die Braut von der Tat erfuhr, stürzte sie sich von der Burgmauer. An der Stelle, an der man ihre Leiche fand, wuchs seitdem ein großer Rosenstrauß mit weißen Rosen.

Szene aus "Die Rose von Dilsberg" Szene aus "Die Rose von Dilsberg" Szene aus "Die Rose von Dilsberg"
Freilichtbühne unterhalb der Burg

Diesen Sagenstoff verarbeitete der Dichter und Schauspieler Bruno Hermann Hottenroth (1874-1933) zu einem Bühnenstück mit Musik und Tanz für die Burg Dilsberg. Die Uraufführung der „Rose von Dilsberg“ 1910 wurde ein voller Erfolg, sogar in den USA sollte das Stück gespielt werden. Allerdings musste die „Rose“ bereits 1911 wieder abgesetzt werden, da Hottenroth sich in finanziellen Schwierigkeiten befand. Doch ganz in Vergessenheit geriet die „Rose“ nicht. 1939 wurde sie durch den Regisseur Hermann Roth wieder zum Leben erweckt. Als Problem erwies sich, dass keine Musikpartituren aufzufinden waren. Ältere Dilsberger erinnerten sich jedoch noch gut an die Lieder. Deshalb standen nun erstmals Dilsberger Bürger als Schauspieler auf der Bühne. Als die „Rose“ 1951 wieder aufgenommen wurde, galt sie bereits als Dilsberger Tradition und ist seitdem fester Bestandteil des örtlichen Kulturlebens.

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