Großherzog Friedrich I. von Baden (1826-1907)
Großherzog Friedrich I. wurde am 9. September 1826 in Karlsruhe als zweiter Sohn des Großherzogs Leopold von Baden geboren. Da sein älterer Bruder unheilbar krank war, trat Friedrich I. 1852 die Regentschaft an. Bekannt wurde er für seine liberale Regierung, die in zahlreichen richtungsweisenden Reformen ihren Ausdruck fand. Die einheimische Industrie förderte er durch den Bau von Wasserwegen und Eisenbahnnetzen. Als gebildeter Herrscher schuf er die Grundlagen für den wirtschaftlichen Wohlstand in Südwestdeutschland. Aufgrund seiner Leidenschaft für Kunst ließ er die Großherzoglich-Badische Kunstschule (heute Staatliche Akademie der Bildenden Künste) errichten und schuf auf der Insel Mainau mit den von seinen Reisen mitgebrachten exotischen Pflanzen die Basis für den noch heute existierenden Park.
Am 20. September 1856 heiratete Friedrich I. Prinzessin Luise von Preußen. Das Paar hatte drei Kinder, eines davon war Prinz Ludwig Wilhelm. Bis ins hohe Alter behielt der Großherzog sein Interesse an Kunst und Wissenschaft bei. Am 28. September 1907 verstarb er auf der von ihm erworbenen Insel Mainau.
Großherzogin Luise Marie Elisabeth von Baden (1838-1923)
Als einzige Tochter von Kaiser Wilhelm von Preußen und seiner Frau Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach wurde Prinzessin Luise am 3. Dezember 1838 in Berlin geboren. Schon in ihrer Kindheit, die sie in Berlin und Koblenz verbrachte, wurde das soziale Engagement der Prinzessin durch Besuche in Waisen- und Krankenhäusern geprägt.
Durch die Heirat mit Großherzog Friedrich I. im Jahr 1856 wurde die Prinzessin aus dem Hause Hohenzollern Großherzogin von Baden. Sie setzte sich für die Belange der Frauen ein und gründete 1859 den ersten badischen Frauenverein in Karlsruhe, der als Vorläufer der Rotkreuz-Schwesternschaft gilt. Außerdem engagierte sie sich in der Kinderpflege, Krankenpflege und in der Armenfürsorge. Für ihren sozialen Einsatz wurde ihr 1917 von der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg die Ehrendoktorwürde verliehen.
Am 23. April 1923 starb Großherzogin Luise in Baden-Baden.
Prinz Ludwig Wilhelm (1865-1888)
Ludwig Wilhelm von Baden war der jüngere Sohn von Großherzog Friedrich I. und Großherzogin Luise und wurde am 12. Juni 1865 in Baden-Baden geboren. Er war Markgraf von Baden und Herzog von Zähringen. Im Alter von 23 Jahren starb er nach einer kurzen Soldaten- und Studienzeit an einer Lungenentzündung in Freiburg im Breisgau.
Hofbaudirektor Friedrich Hemberger (1826-1906)
Friedrich Hemberger wurde 1852 nach seinem Examen im Fach Baukunst unter die badischen Baupraktikanten aufgenommen. Bis 1854 war er bei der Bezirksbauinspektion Karlsruhe tätig. 1857 wurde er Vorstand der Eisenbahn-Hochbauverwaltung Waldshut. Von 1862 bis 1864 war Hemberger als Bezirksbauinspektor in Donaueschingen und Lörrach an einer Reihe öffentlicher Bauten maßgeblich beteiligt. Unter Verleihung des Bauratstitels wurde er zum Leiter des Hofbauamtes Karlsruhe ernannt und war so mit den Bauten der Großherzoglichen Familie in Badenweiler, Freiburg und Zwingenberg betraut. 1891 wurde er zum Hofbaudirektor ernannt.
Architekt Hermann Hemberger
Hermann Hemberger war zur Bauzeit der Grabkapelle beim Hofbauamt angestellt. Da der Hofbaudirektor der Kapelle krank war, unterstütze er seinen Vater beim Bau und vollendete ihn schließlich selbstständig.
Bildhauer Professor Hermann Volz (1847-1926)
Hermann Volz` erster öffentlicher Auftrag war das Kriegerdenkmal in Marmor auf dem Ettlinger Torplatz. Viele Plastiken in verschiedenen Orten folgten. In Heidelberg wurde ihm nach der Schaffung des Bunsendenkmales bei dessen Einweihung der Ehrendoktortitel der Universität verliehen. Neben den Marmorsarkophagen Friedrichs I., der Großherzogin Luise und des jungen Prinzen Ludwig Wilhelm befinden sich unter seinen Werken überlebensgroße Marmorbüsten von Beethoven, Michelangelo, des Malers Hans Thoma und von weiteren Mitgliedern der großherzoglichen Familie.