Einer Legende zufolge lebt in den verlassenen Gewölben der Ruine eine Jungfrau, auf der ein Fluch lastet. So soll ihre verwunschene Seele bis zu dem Tag über die Schätze der Burg wachen müssen, bis einer kommt, der nur soviel Gold und Silber an sich nimmt, wie er bis zu sich nach Hause tragen kann, ohne rasten zu müssen. Doch ist es bisher noch niemandem gelungen, seine Gier beim Anblick der Schätze zu zügeln. Und so wird die Jungfrau weiterhin traurig durch die Gänge wandeln müssen. In milden Mondnächten kann man ihren Gesang aus den zerstörten Erkerfenstern hören.
Tief im Verborgenen in der Ruine hausen einer anderen Legende zufolge zwölf Männer, die nachts mit goldenen Kegeln spielen. Nur ein kleiner Junge hat sie bisher gesehen. Doch er wurde mit einem großen Goldklumpen von ihnen beschenkt. Seitdem erzählt man sich, dass die Zwölf dem Lande helfen, sobald ein großes Unglück darüber hereinbricht.