Im Jahr 1844 beginnt die Denkmalpflege und die Rettung der Klosterruine Allerheiligen. Der spätere Landeskonservator August von Bayer veranlasst die Bauaufnahme des Klosters und restauriert die Reste der Kirche. Erste Ausgrabungen folgen in den Jahren 1902-1903 durch Wingenroth und Statsmann.
Einen entscheidenden Anstoß für die denkmalpflegerische Aufmerksamkeit erhielt die Ruine außerdem durch die Erschließung der Wasserfälle seit 1840 durch den Waldhüter Mittermaier, der auch die erste Gastwirtschaft im oberen Lierbachtal betrieb. Die „romantische“ Klosterruine und ihre Umgebung wurde in der Folgezeit vielfach gemalt und gezeichnet. Die daraus entstandenen Drucke fanden große Verbreitung und zogen viele Menschen an. Zu ihnen gehörten auch Karl Baedeker, der Allerheiligen 1854 in seinen Reiseführer aufnahm und der amerikanische Schriftsteller Mark Twain. Dieser Europareisende hat im Jahr 1878 in seinem „Bummel durch Europa“ eine hinreißende Schilderung Allerheiligens verfasst:
"Den ganzen Nachmittag über waren wir bergauf gewandert. Gegen fünf oder halb sechs erreichten wir den Gipfel, und mit einemmal teilte sich der dichte Vorhang des Waldes, und wir schauten in ein tiefes, herrliches Tal hinunter und weit über bewaldete Berge hinweg, deren Gipfel in der Sonne leuchteten, während ihre schneisendurchfurchten Hänge von violetten Schatten gedämpft wurden. Das enge Tal zu unseren Füßen - es hieß Allerheiligen - bot am Ende seiner grasbewachsenen Sohle gerade Raum genug für ein behagliches, wonnevolles Menschennest, an das die Welt mit ihren Belästigungen nicht heranreichte (...)"
Der Schwarzwaldverein verband Allerheiligen 1879 mit seinem Wegenetz und setzte oberhalb der Wasserfälle 1925 das Ehrenmal des Badischen Schwarzwaldvereins. Noch heute erklimmen über 250.000 Besucherinnen und Besucher die idyllischen Wasserfälle.