In der unmittelbaren Nachbarschaft von Kirche und Klausur in Allerheiligen liegt der Klostergarten, den die Chorherren zur Selbstversorgung angelegt hatten. Er wurde viele Jahrhunderte lang genutzt. Beim Klostergarten lagen auch die Schlachterei und ein Badehaus. Auch das zum Kloster gehörende Gymnasium stand im Klostergarten, der um 1783 als Ziergarten im barocken Stil gestaltet war.
Eine der Hauptattraktionen Allerheiligens sind seit dem 19. Jahrhundert die berühmten Büttensteiner Wasserfälle, die unterhalb des Klosters in einer tief eingeschnittenen Schlucht gen Tal stürzen.
Die größten natürlichen Wasserfälle im Nordschwarzwald bilden eine Kaskade von sieben Fällen mit einer Gesamthöhe von 83 Metern. Ihre Erschließung um 1840 durch die Forstverwaltung trug entscheidend zur "Wiederentdeckung" und Rettung der Klosterruine bei.
Auch in kultureller und geistlicher Hinsicht wirkte Kloster Allerheiligen in seiner Umgebung: Uta von Schauenburg übertrug den Mönchen von Allerheiligen die Seelsorge, d.h. das Patronat über die Kirchen in der Umgebung und auch die Kapelle der Schauenburg. Eine Vielzahl von Höfen und Landbesitz in der weiteren Umgebung sicherte die Unabhängigkeit des Klosters. Im 18. Jahrhundert hatte das aus der mittelalterlichen Klosterschule hervorgegangene Gymnasium über 50 Internatsschüler. Bis zur Säkularisation 1803 war Allerheiligen der geistige und kulturelle Mittelpunkt der Region.