Die Dauerausstellung „Mönche und Scholaren“ informiert über den sensationellen Fundkomplex aus dem Jahr 1958: Bei Sanierungsarbeiten fand man in den Hohlräumen der Gewölbekappen des östlichen Kreuzgangflügels ein Sammelsurium unterschiedlichster Alltagsgegenstände. Neben Haushaltswaren und Kacheln stammen viele der Fundstücke aus dem Alltag der Schüler, die im 16. Jahrhundert die im Kloster untergebrachte Evangelische Klosterschule besuchten.
Zu diesen Objekten, die Jahrhunderte unter den Böden verborgen waren, gehören Kleidungsstücke und Schuhe, ein leinener Schulsack, Tuschgefäße, ein Mühlespiel auf der Rückseite eines Vesperbrettchens, Spielchips aus Bein und zahlreiche Strafarbeiten, Briefe und Karikaturen. Die Zeichnungen verraten nicht nur Schülerspott, sondern auch Aufschlussreiches über die Kleidung des Spätmittelalters.