Romanik
Zu den bedeutenden romanischen Kunstwerken, die sich auf der
Großcomburg erhalten haben, gehört der reich verzierte Radleuchter. Der
um 1130 / 1140 gefertigte Leuchter hat einen Durchmesser von ca. 5
Metern und einen Umfang von 15,77 Metern. Mit seinem Reif und den zwölf
Tortürmen symbolisiert er in einer endzeitlichen Vision das „himmlische
Jerusalem“. Zwei Inschriftenbänder beschreiben die Figuren in den
Türmen als Wächter, die aus den Türmen blickenden Gestalten als
Heilige, die in ewiger Seligkeit leben und den Würdigen den Himmel
öffnen. Stilisierte Pflanzen, Tiere, Fabelwesen und Ornamente verzieren
den kostbaren Leuchter.
Barock
Die Großcomburger Klosterkirche, zu Beginn des 18.Jahrhunderts
an Stelle der ursprünglichen romanischen Basilika erbaut,
besitzt ein reich ausgestattetes Kirchenschiff. Barocke, sinnliche
Anschaulichkeit verkörpert zum Beispiel der Schmuck des Kanzeldeckels.
Von oben schleudert Christus Blitze auf prunkvolle Damen, die
die sieben Hauptsünden verkörpern. Jeder ist ein Symbol
beigegeben: der Trägheit ein Esel, der Unkeuschheit ein Bock,
der Habsucht ein Geldbeutel, der Hoffahrt ein Spiegel....