Eberhard von Rohrdorf, auch Eberhard von Salem, war einer der bedeutendsten Äbte der Reichsabtei Salem. In seiner fast fünf Jahrzehnte dauernden Amtszeit (1191-1240) erlebte das Kloster seine erste wirtschaftliche, politische und kulturelle Blüte.
Eberhard stammte aus einer süddeutschen Adelsfamilie, den Grafen von Rohrdorf, deren Stammsitz die Benzenburg bei Meßkirch war. Zu seinen adeligen Verwandten zählte auch Diethelm von Krenkingen, der von 1189 bis 1206 Bischof von Konstanz war. Um 1180 trat Eberhard als Novize in das 1137 gegründete Zisterzienserkloster Salem ein. Im Alter von gerade 30 Jahren wurde er am 12. Juni 1191 einstimmig zum Abt gewählt, was belegt, dass er schon früh durch außergewöhnliche Begabung aufgefallen sein muss. Nach der Klosterchronik Apiarium Salemitanum (1708) war er der erste Salemer Abt, der nicht aus dem Gründungskonvent des elsässischen Klosters Lützel stammte und damit auch der erste deutschstämmige Abt.
Konrad von Urach stammte aus der Familie der Grafen von Urach und war Zisterzienserabt, Kardinalbischof und Kardinallegat in Frankreich und Deutschland.
Konrad, Sohn des Grafen von Urach, wurde 1200 Zisterziensermönch und 1209 Abt des Klosters in Villers - dem heutigen Villers-la-Ville - in Brabant. 1214 wurde er Abt in Clairvaux, 1217 in Cîteaux – dem heutigen Saint-Nicolas-lès-Cîteaux. Er war Ratgeber von Papst Honorius III., der ihn zum Kardinalbischof von Porto und S. Rufino ernannte. Hier engagierte er sich im Kampf gegen die Albigenser, warb für den Kreuzzug und um eine erneuerte Ordnung in den Klöstern und unter dem Klerus.
Veronika von Rietheim wurde 1472 geboren, ihr Vater war Reichsritter Ulrich von Rietheim, ihre Mutter Veronika von Landau. Sie hat in ihrer langen Regierungszeit als Äbtissin die Klosterkirche und das Kloster Heiligkreuztal erbaut und erweitert. Damit kann sie als zweite Gründerin von Heiligkreuztal bezeichnet werden. Während ihrer Regierungszeit war sie stets um Ordnung bemüht und achtete auf eine zeitgemäße Erneuerung. Beachtenswert ist dabei, dass alle Leistungen von ihr in politisch schwierigen Zeiten erbracht wurden. Der Bauernkrieg und die Zeit der Glaubensspaltung machten ein solches Handeln beschwerlich.
Im Kloster Heiligkreuztal ist diese bedeutende Person auch heute noch gegenwärtig. Die 24 Vorgängerinnen der Äbtissin Veronika werden in der Kreuzganggalerie in einer Reihe in gleichem Abstand und gleicher Größe dargestellt. Nur der Äbtissin Veronika wird wesentlich mehr Platz und Text eingeräumt. Ihre Verdienste werden damit in eindrucksvoller Weise gewürdigt.
Hans Multscher zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern und ist mit dem Kloster Heiligkreuztal durch die Fertigung des berühmten Altars im Jahre 1450 verbunden. Multscher war Wegbereiter des aus den burgundischen Niederlanden nach Deutschland gelangenden Realismus, der den „weichen Stil“ seiner Zeitgenossen ablösen sollte.
Nach Ausbildungsjahren in seiner Allgäuer Heimat lernte er während seiner Wanderjahre die künstlerischen Neuerungen in Nordfrankreich bzw. den Niederlanden kennen. 1427 wurde er in Ulm als freier Bürger aufgenommen. Multscher war als Bildhauer, Maler und Modelleur tätig und unterhielt bis zu seinem Tod im Jahr 1467 eine umfangreiche und angesehene Werkstatt.
Joseph Anton Feuchtmayer gilt als einer der bedeutendsten Rokokokünstler. Er war als Stuckateur und Bildhauer, Altarbauer und Kupferstecher im Gebiet um den Bodensee in Süddeutschland und in der Schweiz tätig. Für seine Entwürfe verarbeitete er Anregungen von den bedeutendsten europäischen Künstlern aus dem päpstlichen Rom, wie Michelangelo und Bernini, und aus dem kaiserlichen Wien. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine außerordentlich anmutige Bewegtheit aus.
Im Kloster Heiligkreuztal ist Feuchtmayers stuckierte Decke über der Nonnenempore aus dem Jahr 1754 zu bewundern.