Der Begründer des abendländischen Mönchtums stammte aus Umbrien. Nach seinen Studienjahren in Rom lebte er als Eremit und Mönch. Er gründete 529 das Kloster Montecassino, das Urkloster der späteren Benediktiner. Das Fest des Heiligen wird am 11. Juli gefeiert, Darstellungen zeigen ihn mit Buch (Benediktregel) und Abtsstab.
Die Mönche des ältesten katholischen Ordens leben nach der „Benediktregel“. Sie fordert Verzicht auf persönliches Eigentum, Keuschheit, Gehorsam und Ortsbeständigkeit. Die Benediktinerklöster waren nicht nur Orte des Gebets und eines auf Gott ausgerichteten Lebens, sondern auch der Wissenschaft und der Kunst. So trugen die Mönche durch ihre Übersetzer- und Kopiertätigkeit maßgeblich zur Ausbreitung des philosophischen und naturwissenschaftlichen Wissens der Antike und des Orients im christlichen Europa bei. In ihren Klöstern wurde die Buchbinderei betrieben, optische Geräte für die Beobachtung der Himmelskörper entwickelt und die Wassermühlen als Kraftquellen entdeckt.
Heute widmet sich der Orden u.a. der Ökumene, der Bibelwissenschaft, der Theologiegeschichte und der Missionsarbeit in Afrika und Ostasien.
Erlafried von Calw
Der Adelige stiftete um 830, als die Aurelius-Reliquien aus Italien nach Hirsau überführt wurden, das erste, noch bescheidene, Kloster auf Hirsauer Boden.
Abt Wilhelm kam von St. Emmeram (Regensburg) als 1069 als Abt nach Hirsau. Er beförderte die erste Blütezeit des Aurelius-Klosters und veranlasste den Neubau des Peter- und Paulsklosters. Dessen Einweihung im Jahr 1091 erlebte er noch Im Jahr 1080 verfasste Abt Wilhelm seine „Constitutiones Hirsaugiensis“, die sich an den Regeln des Reformklosters Cluny orientierten.
Mit der Einführung der Reformation 1535 stellte Ulrich entscheidende Weichen im Erziehungs- und Bildungswesen. Der zum Protestantismus konvertierte Herzog Ulrich ließ im Peter- und Paulskloster eine evangelische Klosterschule einrichten. Ulrich von Württemberg verbrachte eine unglückliche Kindheit: Seine Mutter starb nach seiner Geburt, der geistesgestörte Vater wurde 1490 auf Hohenurach festgesetzt. Seine Vormünder, die verschiedene politischen Interessen verfolgten, gestalteten die Erziehung und Ausbildung des Knaben nachlässig. Als Erwachsener zeichnete sich Ulrich durch Rücksichtslosigkeit und Misstrauen gegenüber den Menschen in seiner Nähe aus. Sein privates und politisches Leben war turbulent, so verlor er für lange Jahre sein Herzogtum, als der Schwäbische Bund dieses Karl V. überließ. Herzog Ulrich von Württemberg starb 1550 und liegt in der Stiftskirche in Tübingen begraben.
Uhland wurde am 26.4.1787 in Tübingen geboren. Er studierte 1802-1808 Jura und Sprachen in Tübingen. Während seiner Studienzeit in Paris (1810/1811) beschäftigte er sich mit alten französischen und deutschen Handschriften. 1810-1814 war Uhland als Sekretär im Justizministerium tätig, danach als Rechtsanwalt in Stuttgart. Er konnte nicht Beamter nicht werden, da er es ablehnte, dem König, der 1805 widerrechtlich den Landtag aufgelöst hatte, den Eid zu schwören. 1829 erhielt er eine Professur für deutsche Sprache und Literatur in Tübingen. Diese legte er 1838 nieder und arbeitete als Privatgelehrter. Uhland starb am 13.11.1862 in Tübingen.
Der Sohn eines deutsch-baltischen Missionars wurde in Calw geboren und besuchte die Lateinschule in Göppingen. 1891 legte er das „Landexamen" ab. Mit der vorgezeichneten theologischen Laufbahn brach er ein Jahr später ab. Diese Periode schwerer seelischer Konflikte endete mit einem Nervenzusammenbruch, der sich im Laufe der Jahre oft wiederholt und ihn der Psychoanalyse nähert. 1892-1893 besuchte er das Gymnasium in Bad Cannstatt. Danach macht er die Mechaniklehre in der Turmuhrenfabrik in Calw und die Buchhändlerlehre in Tübingen. Eine Zeitlang arbeitet er als Buchhändler und Antiquar in Basel. Mehrere Reisen durch die Schweiz und mehrere Italienreise erweitern seine kulturellen Horizonte. Aus dieser Zeit stammen die ersten literarischen Versuche, Gedichte und Erzählungen. Ab 1904 lebte er als freier Schriftsteller und Mitarbeiter an verschiedenen Zeitungen und 1912 zog er nach Montagnola in die Schweiz. Hermann Hesse erhielt 1946 den Literatur-Nobelpreis.