Zeitleiste

Im 8. Jahrhundert

 

siedelten Menschen im Bereich der späteren Aureliuskirche

Um 800

 

befindet sich hier eine Kirche

814-840

 

werden die Reliquien des heiligen Aurelius nach Hirsau gebracht. Der Adelige Erlafried stiftet das erste Kloster, das 838 geweiht wird.

Ende des 10. Jahrhunderts

 

verfällte das erste Hirsauer Kloster

1049

 

besucht Papst Leo IX. Hirsau. Man findet die Aureliusreliquien wieder. Graf Adalbert von Calw gründet aus diesem Anlass das Kloster neu.

1069

 

wird Wilhelm von St. Emmeram (Regensburg) zum Abt des Klosters berufen

1071

 

wird die zweite Aureliuskirche geweiht

um 1080

 

verfasst Abt Wilhelm seine „Constitutiones Hirsaugiensis“, die sich an den strengen Regeln des Reformklosters Cluny orientieren. Hirsau wird damit zu einem Zentrum der cluniaszenischen Reformbewegung.

1082

 

beginnt man mit den Arbeiten für das Kloster St. Peter und Paul auf dem linken Nagoldufer.

2. Mai 1091

 

wird die neue Klosterkirche geweiht

5. Juli 1091

 

stirbt Abt Wilhelm

1092

 

zieht der Hirsauer Konvent in das neue Kloster ein.

Im 12. Jahrhundert

 

erlebt das Kloster eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit und wird weiter ausgebaut. In der zweiten Jahrhunderthälfte erlebt es seinen Niedergang.

Im 15. Jahrhundert

 

wird die Aureliuskirche renoviert und wieder genutzt.

1487

 

weiht man die Allerheiligenkapelle.

1508-1516

 

baut man die Marienkapelle neu.

1535

 

führt Herzog Ulrich von Württemberg die Reformation ein.

1584-1585

 

baut man nach dem Teilabbruch die Aureliuskirche zur Scheune um.

1586-1592

 

lässt Herzog Ludwig von Württemberg durch den Baumeister Georg Beer das Hirsauer Schloss errichten

1630-1648

 

wird das Kloster während des Dreißigjährigen Krieges von Benediktinern aus Weingarten in Besitz genommen.

1662

 

zieht die evangelische Klosterschule wieder in Hirsau ein.

1692

 

stecken durchziehende französische Truppen Kirche, Kloster und Schloss in Brand.

Im 18. Jahrhundert

 

werden nur die Ökonomiegebäude wieder erneuert. Die übrige Klosteranlage samt Schloss wird aufgegeben und weitgehend abgebrochen.

1779

 

erbaut man das Pfarrhaus auf dem Platz westlich der Kirchenruine

1806

 

wird das Klosteroberamt Hirsau, das aus dem ehemalige Klosterbesitz entstanden war im Zuge der Säkularisation aufgelöst.

Im 19. Jahrhundert

 

entdecken die Romantiker die Hirsauer Ruinen. Diese werden nun gesichert und erforscht.

1933-1936

 

gibt es umfangreiche archäologische und Restaurierungsarbeiten in der Ruine der Peter- und Paulskirche.

1955-1956

 

wird die Aureliuskirche restauriert und als katholisches Gotteshaus geweiht

1975

 

wird Hirsau als Stadtteil von Calw eingemeindet

1991

 

eröffnet das Klostermuseum

Weitere Informationen zu Hirsau
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook