Frühes Stift: die Lorcher Stadtkirche
Die frühen Staufer, die sich um die Mitte des 11. Jahrhunderts im oberen Remstal niederließen, erhoben die Lorcher Pfarrkirche zur Stiftskirche und richteten hier ihre erste Grablege ein. Um 1140 wurden die hier begrabenen Staufer in die neue Grablege ins Kloster überführt. Das Stift, das ursprünglich eine große Zahl von Pfründen besass, existierte bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts neben dem Kloster. Die romanische Pfarr- bzw. Stiftskirche lässt sich vom heutigen Bau nicht mehr ablesen, denn sie wurde nach einem Brand 1474 in spätgotischen Formen weitgehend neu errichtet. Im Inneren bemerkenswert sind verschiedene Grabmale, z.B. des Klostervogtes Theodorus Seefrid (1614-1684), die Kanzel mit ihren spätgotischen Schnitzereien und die Empore von 1728 mit ihren Brüstungsbildern.
Stauferland
Die Spuren der mächtigen Stauferdynastie, die zu den prägenden Geschlechtern des Mittelalters zählte, sind noch zahlreich in ihrem Stammland zwischen Lorch, Dischingen, Brenz und Geislingen zu finden. Zu den bedeutenden Bauwerken an der touristischen Straße der Staufer gehört das Wäscherschloss bei Wäscherbeuren. Die staufische Burg, um 1200 erbaut und vor allem im 17. Jahrhundert erweitert, beherbergt heute eine Ausstellung zur Geschichte der Staufer.
Burgruine Hohenstaufen
Die Burg Hohenstaufen, vor 1079 von Herzog Friedrich von Schwaben gegründet, ist eine der typischen Adelsburgen ihrer Zeit und symbolisiert die mächtige Stellung der Staufer. Sie liegt als repräsentativer Herrschaftssitz in der Nähe zweier Fernstraßen des Rems- und Filstales. Nachdem die Burg 1525 im Bauernkrieg abbrannte, wurde sie nicht wieder aufgebaut. Besucherinnen und Besucher heute noch die Überreste der Burg bestaunen, die Aussicht vom Hohenstaufen genießen und sich im Dokumentationsraum für staufische Geschichte informieren.