Der Begründer des abendländischen Mönchtums stammte aus Umbrien. Nach seinen Studienjahren in Rom lebte er als Eremit und Mönch. Er gründete 529 das Kloster Montecasino, das Urkloster der späteren Benediktiner. Das Fest des Heiligen wird am 11. Juli gefeiert, Darstellungen zeigen ihn mit Buch (Benediktregel) und Abtsstab.
Die Mönche des ältesten katholischen Ordens leben nach der „Benediktregel“. Sie fordert Verzicht auf persönliches Eigentum, Keuschheit, Gehorsam und Ortsbeständigkeit. Die Benediktinerklöster waren nicht nur Orte des Gebets und eines auf Gott ausgerichteten Lebens, sondern auch der Wissenschaft und der Kunst. So trugen die Mönche durch ihre Übersetzer- und Kopiertätigkeit maßgeblich zur Ausbreitung des philosophischen und naturwissenschaftlichen Wissens der Antike und des Orients im christlichen Europa bei. In ihren Klöstern wurde die Buchbinderei betrieben, optische Geräte für die Beobachtung der Himmelskörper entwickelt und die Wassermühlen als Kraftquellen entdeckt.
Heute widmet sich der Orden u.a. der Ökumene, der Bibelwissenschaft, der Theologiegeschichte und der Missionsarbeit in Afrika und Ostasien.
Die aus dem niederen Adel stammenden Brüder stifteten das Kloster am Ende des 11. Jahrhunderts als Hauskloster für ihr Seelenheil und übergaben es Abt Uto von St. Blasien, der in Ochsenhausen ein dem Mutterkloster eng verbundenes Priorat gründete.
Nikolaus Faber war der letzte Prior und der erste Abt von Kloster Ochsenhausen, nachdem es 1391 von St. Blasien unabhängig geworden war.
Abt Simon Lengenberger war der erste Reichsprälat von Ochsenhausen. Er ließ die dem Heiligen Georg geweihte Klosterkirche neu errichten.
Der Diplomat und spätere österreichische Staatskanzler erhielt Kloster Ochsenhausen als Entschädigung für den Verlust linksrheinischen Besitzes. Nachdem er Ochsenhausen 1825 an das Königreich Württemberg verkauft hatte, ließ Metternich fast die gesamte mobile Ausstattung in sein Schloss Königswarth nach Böhmen bringen.