"Der Rheinstrom von den östlichen Alpen mit großer Gewalt westwärts flutend, umspült diese Stätte mit dem Wellenschlag des Meeres. Er trägt in der Mitte die Insel, die im vollen Schmucke ihrer neuen Bauten prangt", notiert der Reichenauer Abt Wahlafried Strabo im 9. Jahrhundert. Die Insel im Bodensee entstand am Ende der Würmeiszeit vor zehntausend Jahren als Schotterrücken, den der Rheingletscher hinterlassen hatte, im Becken des Untersees.
Die Natur hat rund um die Insel vielfältige Räume gebildet: in der Flachwasserzone laichen viele Fischarten und gedeihen seltene Enten. Weltweit einmalig ist der Strandrasen zwischen Land- und Wasserkante. Hier wachsen seltene Pflanzen wie das Bodensee-Vergissmeinicht. Schilf, Auewälder und Streuwiesen prägen das Bild dieser Insellandschaft, die unter Naturschutz steht.