Stilgeschichte

Torkapelle St. Kilian

Gotik

Von der spätromanischen Klosteranlage ist in Schöntal nichts erhalten. Zu den ältesten Resten aus der Zeit nach 1282 gehört die Torkapelle zum Heiligen Kilian. Sie ist wohl um 1320 gebaut. Die Ostwand im Chor schmückt eine Rosette, ein Ornament mit kreisrundem Grundriss, das einen Blütenstern nachbildet. Diese Verzierung ist ein für die Gotik typisches Architekturelement. Der Orden der Zisterzienser gilt als Vermittler der Gotik und sorgte unter anderem für die Verbreitung dieses Stils.

Giebel der Alten Abtei

Renaissance

Die 1617 bis 1618 erbaute „Alte Abtei“ ziert eine für die Renaissance typischer Treppengiebel. Nach antikem Vorbild und reich mit Voluten dekoriert, gestaltet dieser Giebel das Dach und die Fassade. Trotz seiner dreieckigen, aufstrebenden Form betont er die Horizontale des Gebäudes und vereinigt so die Renaissance-Ideale von Symmetrie und Proportion.

Hochaltar der Klosterkirche

Barock

Die Schöntaler Klosterkirche entfaltet im Äußeren und im Inneren eine repräsentative barocke Pracht. Das reich dekorierte Eingangsportal steht unter mächtigen Zwiebeltürmen, der Innenraum weist vor allem mit seinem Hochaltar die ganze Bewegtheit eines barocken Bild- und Skulpturenprogramms auf. Der Raum scheint förmlich zu schwingen.

Treppenhaus

Rokoko

Das im Stil des Rokoko errichtete Treppenhaus in der „Neuen Abtei“ in Kloster Schöntal schwingt sich in einem beeindruckenden Raum in die Höhe. Vergoldete Rocaillen und filigrane Figuren verzieren die Geländer. „Rokoko" ist hergeleitet aus dem französischen Wort „rocaille" (Muschelwerk) und so ist die Muschel als stilbildendes Moment dominierend in den Ornamenten. Die Treppe erlaubt atemberaubende Ein- und Ausblicke und erlaubt so ein gesteigertes Raumerlebnis.

Weitere Informationen zu Schöntal
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook