Zeremonienschwert der badischen Großherzöge
Das Zeremonienschwert ist Säkularisationsgut und stammt aus dem Besitz der Speyerer Fürstbischöfe. Angefertigt wurde es um 1730 für Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn, und zwar von dem Augsburger Goldschmied Johannes Biller (tätig 1724-1745). In einem Inventar der Bruchsaler Hofkirche von 1744 wird es erwähnt.
1811, anlässlich der Beisetzung des Großherzogs Karl Friedrich, wurde das Schwert umgearbeitet und erhielt zusätzliche Verzierungen. Dafür verwendete man Edelsteine von den Bruchsaler Pektoralien (Brustkreuz oder Schmuckstück zum Schließen eines Chormantels), von einem Abtsring aus Kloster Schwarzach, von dem alten Kurhut sowie aus dem Rastatter Hofkirchenschatz. An die Stelle des fürstbischöflichen Wappens (in der Mitte der Parierstange) wurde eine mit Rubinen und Diamanten besetzte Silberplatte angebracht.
Heute befindet sich das Zeremonienschwert im Besitz der Staatsschuldenverwaltung Karlsruhe.
Länge: 136,5 cm, Breite: 36,5 cm (Parierstange)