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Büstenreliquiar


Büstenreliquiar des hl. Landelin aus Ettenheimmünster

Kloster Ettenheimmünster besass eine Kopfreliquie des heiligen Landelin. Dieser schottische Einsiedler hatte der Legende nach in der Umgebung von Ettenheim den Märtyrertod erlitten. In der Nähe des Klosters – am legendären Ort seines Martyriums und der dort entsprungenen Quellen – ließen die Mönche im 17. Jahrhundert eine Wallfahrtskirche bauen.

Nach der Aufhebung des Klosters 1803 wurden die Klostergebäude und die Klosterkirche abgebrochen und das Baumaterial für andere Gebäude genutzt. Nur die Wallfahrtskirche St. Landelin blieb verschont und dient bis heute als Pfarrkirche. Hierher gelangten verschiedene wertvolle Ausstattungsteile aus der Klosterkirche.

Zu den erhaltenen Ausstattungsstücken gehört das Reliquiar des heiligen Landelin, das Abt Laurentius II. Effinger (1500-1544) im Jahr 1506 bei einer Straßburger Werkstatt in Auftrag gegeben hatte. Es zeigt die Büste des bekrönten und reich bekleideten Heiligen auf einem Sockel mit Inschrift. Hier steht eine Fürbitte an den heiligen Landelin um Verschonung von der Pest. Weiterhin sind 20 Reliefs mit Szenen aus Landelins Leben und Martyrium dargestellt. Danach folgt der Name des Abtes als Auftraggeber und das Entstehungsjahr.

 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook