Sonnenmonstranz aus Stift Säckingen
Die große Sonnenmonstranz aus vergoldetem Silber wurde 1767-69 für das fürstliche Stift Säckingen gearbeitet und stammt aus Augsburg.
Im September 1806 kam Kommissar Karl Maximilian Maler ins Stift Säckingen. Als Mitglied der badischen Besitznahmekommission für Vorderösterreich führte er die Bestandsaufnahme des Stiftsvermögens durch. Er entschied, dass die Monstranz überflüssig sei, da noch eine andere, kleinere zur Verfügung stünde. Sie wurde daher mit einer Reihe von anderen Kirchengeräten nach Karlsruhe in die Silberkammer eingeliefert. Dort wurden die auf der Monstranz befindlichen Edelsteine abgenommen und durch geschliffene Glasstücke ersetzt. 1808 gelangte sie auf Betreiben des Gymnasialdirektors Jüllich nach Rastatt in die dortige Lyzeumskirche (die ehemalige Schlosskirche) im Tausch gegen die dort vorhandene, ganz unbrauchbar gewordene Monstranz.