Figur des hl. Johannes Nepomuk aus Meersburg
Die Heiligenfigur ist aus Silber, vergoldetem Silber und vergoldetem Kupfer gearbeitet. Sie stammt aus der Hofkirche in Meersburg und gehörte zu einem vierteiligen Altaraufsatz, bestehend aus einer weiteren Heiligenfigur – Karl Borromäus – und zwei Reliquientafeln. Diesen Altaraufsatz hatte Fürstbischof Franz Conrad von Rodt (reg. 1750-1775) bei Franz Christoph Mederle aus Augsburg 1737/39 in Auftrag gegeben.
Bis 1808 ließ die badische Regierung die beiden Heiligenfiguren und die Reliquientafeln in der Meersburger Hofkapelle stehen. Sie wurden weiterhin im Gottesdienst verwendet. Dann kam der Altaraufsatz mit drei zugehörigen Kanontafeln nach Karlsruhe. Dort wurde er für die Ausstattung der Kapelle ausgewählt, die sich die katholische Großherzogin Stephanie im Karlsruher Schloss einrichten ließ. 1897 gelangte der gesamte Altaraufsatz aus der Silberkammer in das Zähringer-Museum und später ins Badische Landesmuseum Karlsruhe.