Ausstellung - Ausstellungsobjekte


Schreibschrank


Schreibschrank des Fürstbischofs von Hutten

Der Schreibschrank, entstanden zwischen 1743 und 1761, ist der prächtigste von insgesamt vieren, die Fürstbischof von Hutten für Schloss Bruchsal in Auftrag gab. Sein Spiegelmonogramm F(ranz) C(hristoph) z(um) S(tolzenberg) und die beiden Insignien Bischofsstab und Schwert auf der geschlossenen Schreibklappe weisen auf ihn als Fürstbischof hin. Die Bruchsaler Hofwerkstatt verwendete verschiedene Hölzer, Perlmutt und Schildpatt, Goldmalerei und vergoldete Bronzebeschläge bei der Herstellung des Möbels. Vorlagen für die fantastische Architekturdarstellung auf den oberen Schranktüren waren Stiche von Theaterkulissen und Augsburger Stadtansichten. Auf der Vorderseite sind insgesamt 16 Kartuschen zu finden, in denen Huttens Familienwappen, die so genannte Ahnenprobe, angebracht waren. Unmittelbar nach der Säkularisation, 1808, befanden sich die vier Schreibschränke noch in Bruchsal: Damals sind sie im Inventar des Bruchsaler Schlosses aufgeführt. Sechzig Jahre später gehören sie zur Möblierung des Karlsruher Schlosses.

 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook