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Kopie des Metternich-Kelchs


Kopie des Metternich-Kelchs

Der aus vergoldetem Silber, Email und Edelsteinen gearbeitete Kelch hat eine lange Geschichte hinter sich. 1608 angefertigt, wurde er von dem Speyerer Domherrn Adolph von Wolff-Metternich gestiftet und gelangte später nach Bruchsal. Nach der Säkularisation 1808 erhielt die katholische Pfarrei St. Stephan in Karlsruhe den Kelch vom badischen Großherzog geschenkt. Ohne Zustimmung des großherzoglichen Hauses verkaufte die Gemeinde 1882 den Kelch für eine hohe Summe an den Sammler Baron Karl Mayer von Rothschild in Frankfurt. Großherzog Friedrich gab zum 100jährigen Bestehen der Pfarrei im Jahr 1904 eine Kopie in Auftrag. Der Kelchfuß trägt daher die Wappen des ersten Stifters Wolff-Metternich, des Bistums Speyer, der Stadt Karlsruhe und die damals gültigen Wappen des großherzoglichen Hauses.

Der originale Kelch aus Bruchsal steht heute im berühmten Metropolitan Museum: aus der Sammlung Rothschild gelangte er zuerst nach Paris, dann in das New Yorker Museum.

 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook