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Kelch


Ziborium im Konstanzer Münsterschatz

Der kostbare Deckelkelch im Besitz des Konstanzer Münsters ist aus vergoldetem Silber gearbeitet. Einst gehörte das so genannte Ziborium der Stiftskirche St. Johann in Konstanz, der er laut einer Inschrift am Fuß des Ziboriums 1615 gestiftet worden war.

Das Hochstift Konstanz, d. h. das unter der weltlichen Regierung des Konstanzer Fürstbischofs stehende Gebiet, wurde bereits im Herbst 1802 von Baden in Besitz genommen. Das Münster als Bischofskirche, die Dompropstei, die zahlreichen im Stadtgebiet von Konstanz verstreuten Domherrenhöfe sowie die Stifte St. Stephan und St. Johann unterstanden somit der badischen Regierung. Die Stadt selbst, die seit 1548 zu Österreich gehörte, fiel dagegen erst 1807 an das Großherzogtum.

Die beiden innerhalb der Stadt gelegenen Kanonikerstifte St. Stephan und St. Johann wurden im Zuge der Säkularisation aufgehoben: St. Stephan wurde Pfarrkirche, St. Johann dagegen 1816 ganz geschlossen. Paramente und liturgisches Gerät kamen in das Kirchengerätedepositorium, Teile davon, darunter auch das Ziborium, wurden später dem Konstanzer Münster überlassen.

 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook