Ausstellung

Die historischen Ereignisse der Jahre 1802 bis 1806 waren 2003 der Anlass für eine Sonderausstellung im Schloss Bruchsal. In der prächtigen Kulisse des einstigen fürstbischöflichen Schlosses, selbst Schauplatz der Säkularisation, wurde an die umwälzenden geschichtlichen Vorgänge erinnert.


Schloss Bruchsal


Die Sonderaustellung der Staatlichen Schlösser und Gärten verstand sich als begleitende Veranstaltung zur Landesausstellung „Alte Klöster - neue Herren. Die Säkularisation im deutschen Südwesten“ in Bad Schussenried.

Zur Ausstellung erschien ein Begleitband. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzte die Ausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg in Bruchsal.

Treppenhaus Schloss Bruchsal

Die Ausstellungsräume

Der Rundgang durch die Ausstellung begann im berühmten Treppenhaus, entworfen von Balthasar Neumann. Die prachtvollen Wandmalereien hier und im Fürstensaal und im Marmorsaal zeigen den Herrschafts- und Repräsentationsanspruch der Fürstbischöfe von Speyer, der geistlichen Herrscher des Landes in den Zeiten vor der Säkularisation. Die Ausstellung füllte die gesamte Beletage des Schlosses.

Was zeigte die Ausstellung?

Die Ausstellung beschäftigte sich nicht nur mit Themen der Säkularisation, sondern auch mit der Zeit danach: Die Fülle von säkularisierten Klöstern und Kirchen verlangte nach einer eigenen Betreuung durch eine neue staatliche Bauverwaltung. Das um 1800 entstehende Interesse am Mittelalter und an Bauzeugnissen aus dieser Zeit förderte den frühen Tourismus und stand am Beginn der heutigen Denkmalpflege.


Zeremonienschwert

Das Besondere dieser Ausstellung: Die historischen Inhalte wurden an den Schicksalen einzelner Klöster und Kirchen sichtbar gemacht. Eine Vielzahl von Denkmalen stellte dadurch den besonders starken Bezug zu den Regionen des Landes her.

„Elefantenuhr“

Eine Fülle von Ausstellungsstücken – Klosterschätze, romantische Ansichten von Klosterruinen, Modelle, Gemälde, Textilien, Baupläne, alte Fotografien, kostbare Handschriften und Bücher – erwarteten die Besucherinnen und Besucher in Schloss Bruchsal. Der Bogen reichte von wertvollen silbernen und goldenen Ausstattungen aus der Glanzzeit der bedeutenden Klöster, Stifte und Abteien, bis zu bewegenden Zeugnissen der Säkularisationszeit und zu den ungewöhnlichen Objekten, die vom späteren Schicksal der ehemaligen Klöster und ihrer oft erstaunlichen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert erzählen.

 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook