Ausstellungsthemen

Thema des Monats März 2003

Die Ausstellung im Bruchsaler Schloss kurz vor der Eröffnung

Bei der Prüfung der Pläne vor Ort: Gestalter und Ausstellungsteam

Im Großen wie im Detail: In den Sälen des Bruchsaler Schlosses wird auf Hochtouren gearbeitet. Derzeit entsteht die Ausstellungsarchitektur für „Kirchengut in Fürstenhand“ – Raum für die zahlreichen Themenbereiche, Flächen für erläuternde Abbildungen und Texte. Vor allem aber: Präsentationsmöglichkeiten für die gut 400 Exponate, die zum Teil hohe Anforderungen an ihre Aufbewahrung stellen. Das Ganze muss ein einheitliches Gesicht bekommen: Dafür ist der Ausstellungsgestalter zuständig. In Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Team hat Hans-Jürgen Gützlaff von der Agentur J.G.& Partner Baden-Baden in den letzten Wochen die vielfältigen Gegenstände in den hohen Räumen der Bruchsaler Beletage verteilt.

Bei der Prüfung der Pläne vor Ort: Gestalter und Ausstellungsteam

Wie meist geht einer solchen Ausstellung eine lange wissenschaftliche Vorbereitungsphase voraus. Zum Leidwesen der Wissenschaftler finden sich die Ergebnisse davon in der Ausstellung und den Begleitpublikationen oft nur noch als Kondensat, auch wenn sich die Arbeit über Jahre hinzog. Aufwändig auch: die Verhandlungen mit den Leihgebern, die sich oft nur unter strengen Auflagen von ihren kostbaren Stücken trennen.

Detailarbeit des Restaurators an der Rückseite einer der Wiblinger Altartafeln

Die akribische Arbeit der Restauratoren an den empfindlichen Exponaten braucht ebenfalls ihre Zeit. In der Ausstellung werden unter anderem zwei Altartafeln des späten 15. Jahrhunderts aus Kloster Wiblingen bei Ulm zu sehen sein. Bei diesen beiden Heiligenbildern musste beispielsweise die Malschicht gefestigt werden. Nach der Ausstellung werden sie nach Wiblingen zurückkehren, um dort auf Dauer präsentiert zu werden.

Strickteppich

Ein anderes Beispiel: der Strickteppich von Ettenheimmünster. Über Generationen in einem alten Pappkarton vergessen, tauchte der Teppich erst vor wenigen Jahren bei Inventarisierungsarbeiten wieder auf, voller Jahrhunderte altem Schmutz. Erst nach der aufwändigen restauratorischen Reinigung war zu erkennen, um was für ein Prachtstück es sich dabei handelt. Die textile Kostbarkeit – es haben sich nur wenige Beispiele von gestrickten Textilien erhalten – wird ab dem 22.3. im Bruchsaler Schloss zu bestaunen sein.

 

 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook