Umgebung - Wallfahrts- und Pfarrkirche Unserer Lieben Frau auf dem Schönenberg

Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg

Die 1696 im Stil des Frühbarock vollendete Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg liegt auf einem Höhenzug oberhalb des Jagsttals. Sie geht zurück auf eine durch die Jesuiten 1639 errichtete Loretokapelle. Vorbild war die Gnadenkapelle des italienischen Wallfahrtsortes Loreto.

Nach einem Brand zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche ab 1710 erneuert und 1729 geweiht. Heute gilt sie als wichtigste Wallfahrtskirche des deutschen Südwestens. Vier hoch aufragende Schaugiebel, zwei Westtürme und der in ockergelb gehaltene Putz verleihen ihre eine monumentale Wirkung.

Blick zum Chor und Altar

Die Wallfahrtskirche gehört zu den wichtigsten, barocken Schöpfungen der sakralen Architektur in Südwestdeutschland und wurde zum Vorbild für oberschwäbische Barockbauten. Das Innere der Kirche birgt einen sehr hellen, hohen für Wallfahrten idealen Wandpfeilerraum mit umlaufender Empore. Ihr Erbauer, Michael Thumb (um 1640-1692), gilt als stilprägender Baumeister der „Vorarlberger Schule“ und schuf mit St. Vitus das erste Bauwerk dieses Stils.

1709 durch einen Blitzeinschlag schwer beschädigt, erfolgte bis 1729 ihr Wiederaufbau nach den Vorschlägen des bedeutenden Oberbaudirektors Maximilian von Welsch. Besonders farbintensiv fielen die Fresken des Malers Johann Melchior Steidl aus. Der von Kaspar Buchmüller geschaffene Hochaltar dominiert den Kirchenraum. Seine Tafel „Himmelfahrt Mariae“ stammt vom Breslauer Hofmaler Johannes Classen. Ein weiteres Hochaltarbild, die „Anbetung der Hirten“, malte der italienische Meister Antonio Bellucci.

1818 verhinderten die Ellwanger den Abbruch der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg; sie hatten Königin Katharina von Württemberg bei ihrem Besuch in Ellwangen als Fürsprecherin gewonnen. Ehemalige Jesuitenkirche

Weitere Informationen zu Ellwangen
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook