Anekdoten

Ring

Spielerglück

Im Schatten der wohlhabenden Kapfenburg gelangte im späten Mittelalter auch der unterhalb gelegene Ort Lauchheim zu wirtschaftlicher Blüte. Eine Stadtordnung regelte das Leben der Bevölkerung und vergaß hierbei auch das Glücksspiel nicht: "das XXI gebot: item wo zwen mit ain ander spilen so soll der, der verlorn hat, disem nit meer schuldig sein dann als er umb und an hat."

Wendeltreppe

Im Jahre 1648

Nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs, während dem auch Schloss Kapfenburg geplündert worden war, herrschte in der Lauchheimer Bevölkerung große Not. Der dortige Pfarrer Mühlich notierte: "Nichts im Keller, nichts auf der Bühne, nichts im Stall, nichts im Stadel, nichts auf dem Felde; die Ortschaften waren entvölkert, das Feld verwildert, die Häuser leer. In den meisten Orten war nur eine oder zwei Familien unversehrt, Witwen und kinderlose Eltern gab es in Menge; überall waren Brandstätten."

Forstmeisterstallgebäude

Das Schloss Kapfenburg

Gebieterisch und kühn blickt von einer am Nordrand des Hertsfeldes frei vortretenden waldigen Bergkuppe das auf Felsengrund stehende Schloss Kapfenburg in den gesegneten Jagstgrund herab, mit weithin freiem Ausblick in die ganze Gegend beherrschend. (...) Beim Feuer der Abendsonne entrollt sich ein wunderschön vergoldetes Landschaftsbild unserm vom Schloss aus ringsum schweifenden Blick, weitgedehnt und doch in sich geschlossen. Zu Füßen im Tal tritt lieblich sich erhebend eine weite Hügelkette hervor mit fruchtbaren Mulden, freundlichen Fluren, saftigen Wiesengründen, blinkenden Weihern und waldbedeckten Höhen.

Dr. August Gerlach, Stadtarzt von Lauchheim: "Chronik von Lauchheim", 1907

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