1248 |
wird die Stadt Leonberg von Graf Ulrich I. von Württemberg gegründet und ist damit eine der ältesten württembergischen Städte. |
Nach 1248 |
errichten die Grafen von Württemberg an der Südwestecke der Stadt eine Burg. |
1348 |
nimmt die Burg bei einem Erdbeben großen Schaden. |
1550 |
wird Christoph vierter Herzog von Württemberg und überzieht sein wiedererstarktes Land mit Schlössern, um Macht und Präsenz zu demonstrieren. |
1560-1570 |
lässt Herzog Christoph von Silvester Berwart d. J. die ursprüngliche Stadtburg nach Plänen des Baumeisters Aberlin Tretsch zum Schloss umbauen. |
Am 29. Januar 1608 |
stirbt Friedrich I. von Württemberg und hinterlässt seiner Witwe Herzogin Sibylla von Württemberg, geborene Anhalt-Zerbst-Bernburg, ein ansehnliches Erbe. Sie wählt Schloss Leonberg als Witwensitz, lässt das Innere des Schlosses neu herrichten und einen Lustgarten unterhalb des Schlosses anlegen. |
1613 |
wird weiteres Gelände für einen Baum- und Küchengarten angekauft. |
1634 |
nach der Nördlinger Schlacht zieht der kaiserliche Generalissimus Matthias Gallas mit 90-köpfigem Gefolge ins Schloss ein. |
1649-1659 |
wird Schloss Leonberg Witwensitz von Anna Sabina von Holstein-Sonderburg, Witwe des Herzogadministrators Julius Friedrich. |
1677-1712 |
nutzt Magdalena Sibylla von Hessen-Darmstadt, Witwe Herzog Wilhelm Ludwigs, das Schloss zeitweise als Witwensitz. |
Nach 1742 |
ist die Schlossanlage nicht mehr fürstlicher Wohnsitz und der Pomeranzengarten verwilderte. |
1765 |
versucht Herzog Karl Eugen, das Schloss zu verkaufen, scheitert aber an der mangelnden Finanzkraft der Leonberger Bürgerschaft. |
Im späten 18. Jahrhundert |
beherbergt der Bau vorwiegend Ämter und Beamtenwohnungen. |
1796-1801 |
verbringt die Mutter Friedrich Schillers, Elisabeth Dorothea Schiller, ihren Lebensabend im Leonberger Schloss. |
Seit dem 19. Jahrhundert |
beherbergt das Schloss das Finanzamt. |
Zu Beginn der 1970er-Jahre |
werden bei Rodungsarbeiten die Fundamente des Gartens wiederentdeckt. |
Bis 1980 |
kann der Garten auf der Grundlage von Originalplänen Heinrich Schickhardts vollständig restauriert werden. |
2009 |
wird das 400-jährige Jubiläum des Pomeranzengartens gefeiert mit der Wiederherstellung der räumlichen Begrenzung der Mittelachse durch zwei Pfeiler mit Obelisken, mit der Balustradeneinfassung der Treppenabgänge, der Ausstattung der Grotte sowie einer Neubepflanzung nach neuesten Erkenntnissen aus Archivalien. |