Die Mutter Herzog Christophs, Sabina von Bayern, floh vor ihrem Mann, Herzog Ulrich aus einer unhaltbaren Ehe. Der zurückgelassene Sohn, dem sein Vater zeitlebens mit großem Misstrauen begegnete, wurde in Innsbruck am Hof Ferdinands I. erzogen. Er war lange Zeit in dynastische Konflikte verwickelt. Herzog Christoph schreib die lutherische Ausrichtung der württembergischen Kirche endgültig fest und richtete zur Theologenerziehung dreizehn Klosterschulen ein und übernahm die politische Führungsrolle des deutschen Protestantismus. Sein Hof im Alten Schloss war der eines Renaissancefürsten, der höfische Repräsentation und Selbstdarstellung sehr hoch schätzte. Herzog Christophs Regierungswerk legte für über zweihundert Jahre die Grundlage für Württembergs Staatswesen. Er begann in Neuenbürg das Vordere Schloss zu bauen.
Heinrich Schickhardt war einer der ersten Baumeister der Renaissance. Der im württembergischen Herrenberg Geborene arbeitete beim Hofbaumeister Georg Beer und schuf mit ihm zusammen das Neue Lusthaus in Stuttgart und das Herzogliche Schloss in Hirsau. Im Jahr 1600 wird Schickhardt zum ersten Baumeister des Herzogtums Württemberg ernannt. In der Folgezeit plant und baut er in Freudenstadt (Stadtanlage), Stuttgart (Vorgängerbau des heutigen Neuen Schlosses, Fruchtkasten), Tübingen (äußeres Tor des Schlosses), Leonberg (Pomeranzengarten) und in Mömpelgard (Montbéliard). In dieser in württembergischen Besitz befindlichen Grafschaft lebte Schickhart auch für viele Jahre. Er bestimmte die Neugestaltung der Stadt und errichtete zahlreiche Gebäude, z.B. die Kirche St. Martin, das Kavaliersgebäude des Schlosses und Ingenieursbauten wie Verteidigungsanlagen, Brücken und Zisternen. In Neuenbürg zeichnete Schickhardt ab 1610 für den Innenausbau des Schlosses und die Planung des Lustgartens verantwortlich. Der „schwäbische Leonardo“ starb 1635 in Stuttgart
Ulrich machte als junger Mann eine Kavalierstour durch Frankreich. Nach dieser Reise lebte er mit seiner Mutter Barbara Sophie in Schloss Kirchheim. Er wurde Soldat und war nach dem Westfälischen Frieden von 1649 – 1657 General der deutschen Truppen des spanischen Heers in den Niederlanden. Ulrich erhielt 1651 Schloss Neuenbürg als Erbe. Er bewohnte es nur sehr selten. Herzog Ulrich beschäftigte sich neben seiner militärischen Karriere mit Kunst und sammelte Gemälde und Bücher. Er starb in Stuttgart, sein Grab ist in der Stiftskirche.
Der in Stuttgart geborene Dichter Wilhelm Hauff studierte Theologie und Philosophie in Tübingen. Er wurde Hauslehrer und Redakteur beim vom Verleger Johann Friedrich Cotta herausgegebenen „Morgenblatt für gebildete Stände“. Hauff schrieb den historischen Roman „Lichtenstein“, mit dem er berühmt wurde. Bekannt sind auch seine Märchen und Lieder.
In Schloss Neuenbürg ist sein Schwarzwald-Märchen „Das kalte Herz“ als begehbare Schau inszeniert.
Der Maler und Bildhauer Hans Ludwig Pfeiffer wurde in Rom als Sohn eines Malerehepaares geboren und wuchs in Bayern, Breslau und Königsberg auf. Er studierte in Königsberg und Berlin. In den 1930er-Jahren arbeitete Pfeiffer als Zeichner und Karikaturist für Tageszeitungen und als Bühnenbildner. 1942 verlor er sein künstlerisches Werk durch einen Luftangriff.
Hans Ludwig Pfeiffer gehörte zu den Mitbegründern der Kunstschule auf dem Bernstein bei Sulz am Neckar, eine Akademie, die er später auch leitete.
Von 1953 bis 1990 lebte und arbeitete er in Neuenbürg. Er hatte sein Atelier in Schloss Neuenbürg. Im Mittelpunkt seines phantastisch-surrealistischen Spätwerks stand sein Credo „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“.