Konvent- und Abteigebäude

Prälatur

An das Münster schließt im Süden das Konventsgebäude an. Es wurde nach einer Brandkatastrophe im Jahre 1697 von Abt Stefan I. durch den Vorarlberger Baumeister Franz Beer als drittes der Salemer Konventsgebäude errichtet. Namhafte Baumeister und Künstler waren an der Innenausstattung beteiligt wie Bagnato, Beer, Feuchtmayer, Dirr, Spiegler, Stauder und Brugger, um nur einige der bedeutendsten zu nennen.

Abtsalon in der Sommerprälatur
Bernhardusgang


Das 18. Jahrhundert – die große Zeit des Barock – ist ohne die Kunstform des Stucks zumindest in Oberschwaben nicht denkbar. In der ehemaligen Reichsabtei Salem kann man die gesamte prachtvolle Entwicklung dieser Kunstform beim Durchschreiten der Räume erleben, wie zum Beispiel im Bernhardusgang oder im Sommerrefektorium.

 

Die Bibliothek

Bibliothek

Die kunstvoll ausgestattete Bibliothek bezeugt, welche Bedeutung man der Bildung im Kloster zumaß. Der barocke Bibliotheksraum wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts unter Abt Robert im klassizistischen Stil "modernisiert" und mit einer Galerie und neuen Bücherschränken versehen. Zur Ausstattung gehören die Portraits der Äbte Konstantin Miller, Anselm II. Schwab und Robert Schlecht. Heute wird die Bibliothek vom Kreiskulturamt genutzt.

 

Der Kaisersaal

Kaisersaal

In der Prälatur, in der der Abt residierte, liegt der Kaisersaal: Er war der repräsentative Empfangsraum der ehemaligen Reichsabtei und besticht vor allem durch seine Weite und überraschende Helligkeit. Das Bildprogramm vergegenwärtigt die Gründung der Abtei, die ihr verliehenen Rechte und ihren damaligen Status innerhalb des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Die prächtige Stuck-Ausstattung (um 1711) gilt als Hauptwerk Franz Joseph Feuchtmayers, der im Zuge des Wiederaufbaus des Klosters nach Salem kam.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook