Erhaben und mächtig überragt die dunkle Sandsteinfassade den Schlossplatz. Mit nur kargen Schmuckelementen wie die kunstvoll gestalteten Maßwerkfenster ist das Münster durch die zurückhaltende architektonische Formensprache ganz im Sinne der Regeln des Zisterzienserordens erbaut. Betritt man jedoch den Innenraum der Kirche wird man der ganzen Pracht und Herrlichkeit in der Zeit kurz vor der Säkularisation gewahr: Einzigartig ist der Alabasterschmuck im frühklassizistischen Stil, der sich vom zeitgenössischen Rokoko abhebt. Zu weiteren Höhepunkten zählen das spätgotische Tabernakel, das spätbarocke Chorgestühl, das Äbte- und Stiftermonument sowie eine Statue des Bernhard von Clairvaux mit dem "Salemer Honigschlecker". Von der Orgelanlage des berühmten barocken Orgelbaumeisters Charles Riepp ist der imposante Prospekt erhalten.