Christian Friedrich Daniel Schubart war deutscher Volksdichter, Musiker, mutiger Journalist, Herausgeber der "Deutschen Chronik" und prominentestes Opfer politischer Willkür.
Als rebellischer Untertan, "Stürmer und Dränger", verfasste er scharf formulierte sozialkritische Schriften, mit denen er die absolutistische Herrschaft und deren Dekadenz im damaligen Herzogtum Württemberg öffentlich anprangerte. 1769 zwar noch als Organist und Musikdirektor an den württembergischen Hof nach Ludwigsburg berufen, verwies Herzog Carl Eugen ihn 1773 auf Grund seiner Skandale und polemischen Gedichte aus Württemberg. Schubart übernahm daraufhin in Augsburg die Leitung der oppositionellen Zeitung „teutsche Chronik“, deren erste Ausgabe im März 1774 erschien. Noch im selben Jahr wurde der Druck der Zeitung verboten und Schubart wegen religionskritischer Artikel aus Augsburg verwiesen. Schubart setzte seine Arbeiten daraufhin in Ulm fort.
Um Schubarts journalistische Tätigkeit endgültig zu beenden, lockte Herzog Carl Eugen Schubart 1777 nach Blaubeuren und verhaftete ihn in der Amtsstube des württembergischen Klosteramtmanns. Ohne Prozess hielt man Schubart für zehn Jahre auf der Bergfeste Hohenasperg fest. Nach einer öffentlichen Kampagne, an der auch Goethe und Herder beteiligt waren, wurde er 1787 als seelisch gebrochener Mann freigelassen. Carl Eugen hatte seine Genugtuung und bestellte Schubart zum Theater- und Musikdirektor in Stuttgart. Schubart starb am 10. Oktober 1791 in Stuttgart.