Zentrales Thema der Schubartstube ist die Gefangennahme des Dichters. In Vitrinen werden Originalausgaben von Schubarts Werken zusammen mit anderen Dokumenten gezeigt, die sich auf seine Festnahme und Haftzeit beziehen. Zu sehen ist unter anderem ein Faksimile des herzoglichen Dekrets von 1777. Des Weiteren werden zum Teil in der Herzoglichen Hohen Carlsschule gedruckte Gedichtsausgaben und andere Werke gezeigt sowie Ausgaben der „Teutschen Chronik“ aus den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts, jenem von Schubart herausgegebenem Wochenblatt.
Weitere Exponate der Schubartstube sind Mörikes „Historie von der Schönen Lau“ gewidmet, in der die im Blaubeurer Blautopf lebende Königsgemahlin eine zentrale Stelle einnimmt. Die „wahre und anmutige Historie von der Schönen Lau“ erschien Mitte Mai 1853 in der ersten Auflage von Eduard Mörikes Märchen „Das Stuttgarter Hutzelmännlein“. Mit diesem Werk fand Mörike endlich die lange erhoffte Beachtung als Dichter.
1867 schrieb der Maler und Zeichner Moritz von Schwind (1804 – 1871), mit dem Mörike im Alter freundschaftlich verbunden war, an Mörike: „Wenn Sie zu etwas Illustrationen wollen, da brauchte man keine Seite zu überschlagen … In dem Hutzelmännlein ist die Vermischung des Feenhaften und Purzlichen ganz ausgezeichnet lustig. Da braucht man nur sofort zu zeichnen.“ Im Oktober 1872 erschien „Die Historie von der Schönen Lau“ als Prachtausgabe mit sieben Zeichnungen nach Moritz von Schwind, die auch die heute noch aktuellen Ausgaben illustrieren. In der Schubartstube ist diese Originalausgabe ausgestellt.
Des Weiteren sind Scherenschnitte von Luise von Breitschwert (1833 – 1917) zu sehen, die sie nach einem Besuch von Mörikes „Damen-Vorlesungen“ des Hutzelmännleins fertigte.
Außerdem zeigen zahlreiche Bücher eine Auswahl an Illustrationen verschiedener Künstler, die sich mit Mörikes Märchen vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigten. Besonders beeindruckend sind die 37 Zeichnungen von Karl Stirner (1882 – 1943), die 1913 in einer bis heute am meisten verkauften Neuausgabe des Märchens erschienen und Stirner auf einen Schlag berühmt machten.
Der dritte Themenbereich der Schubartstube ist dem literarischen Schaffen der Jugendbuchautorin Agnes Sapper gewidmet, die von 1874 – 1882 in Blaubeuren als Ehefrau des Stadtschultheißen lebte. Er vermittelt einen Überblick über ihr in hohen Auflagen erschienenes Gesamtwerk. Daneben zeigt er persönliche Dokumente und Fotos aus ihrem leider nur noch aus wenigen Resten bestehenden Nachlass.